Ein Jahr kommt, ein Jahr geht

Seit 2012 versuche ich, am Ende des Jahres einen kleinen Rückblick und Ausblick zu schreiben. In Gedanken habe ich dies auch stets getan, jedoch habe ich mir nie die Zeit genommen, die erdachten Worte auch nieder zu schreiben. Dieses Jahr wird es anders. Dinge ändern sich. Ich ändere mich.

 

Veränderung, das ist eine Überschrift, die ich gerne versucht bin zu nehmen. Es macht ein gutes Gefühl zu wissen, da ist immer noch Bewegung im Leben. Denn es gibt wenig Dinge, die ich noch weniger mag als Stillstand. Natürlich sollte die Bewegung auch in die richtige Richtung gehen. Und so aus dem Bauch heraus – tut sie das gerade.

In der Tat ist es so, dass mein 2014 schon vor einigen Wochen ein gedankliches Ende genommen hat, und ich mir über 2015 und Dinge, die ich erreichen will, einige Gedanken machte.

Meine Pläne und Ziele oder Träume und Wünsche für das nächste Jahr bzw. auch einige danach haben mich so sehr gefangen genommen, dass ich mich gefühlt schon in 2015 bewege und an den ersten Zielen arbeite. Doch bevor ich weiter nach vorne blicke, gibt es zunächst den Blick zurück.

 

Rewind

Mein 2014 war ein recht unruhiges Jahr. Der Start verlief sehr holprig, und so sollte es bleiben, vor allem im privaten Bereich. Dieser Zustand hat sich leider bis weit ins Jahr hinein gezogen. Inzwischen ist der Wellengang deutlich ruhiger und langsam kehren Kraft und Ruhe zurück. Das ist wichtig, denn ohne diese hätte ich gar nicht die Möglichkeit, so weit nach vorn zu blicken.

Im Februar sind weitere vier Beine in mein Leben gesprungen, die auf den Namen Chico hören. Ein kleiner, quirliger Hund, der gern mal den großen Hund gibt und sagen will, wo’s lang geht. Bei einigen klappte es und andere sagen nur „halt die Klappe“. Die Katzen haben ihn gut aufgenommen. Wobei der Kater immer noch versucht, seinen „Ich bin der Chef“-Status irgendwie zu kommunizieren. – Im Wesentlichen, in dem er alles belagert, was dem Hund gehört.
Die Katze hingegen tut, was sie immer tut, egal ob Hund oder Kater, sie hält eine (Katzen)Beinlänge Abstand.

Erfreulich für mich, es gab etwas mehr Zeit für Freunde und Familie, die das vermutlich noch mehr als mich selbst freut. So habe ich meine Mum die letzten 4 oder 5 Monate bestimmt genauso oft gesehen wie die zwei Jahre zuvor zusammen.
Dieser Umstand hat sich dann auch direkt in einer steten Nutella-Versorgung von ihrer Seite aus geäußert. Das ist Bestechung, oder? ;) (Aber es funktioniert^^)

Für mein kleines Gewerbe habe ich in den letzten Tagen des Jahres noch ein paar Dinge erledigt, die ich schon eine Weile vor mir her schiebe. Bleibt zu hoffen, dass die neu geschaffene Ordnung anhält und mich weit über 2014 begleiten wird. So gab ein neues CRM mit ERP-Anteilen und vielleicht wird es sogar reichen, um meine Projekte dort zu verwalten. Wie das Ganze sich entwickelt und ob ich es weiter empfehlen kann, darüber berichte ich, wenn ich Genaueres zu erzählen habe.

 

Bücher, Bücher, Bücher

BücherObgleich ich stets wenig Zeit habe, habe ich ein paar wirklich gute Bücher gelesen oder gehört – meist gehört.

Das Wichtige dabei ist, ich habe viel Inspiration aus diesen Büchern mitgenommen und sie bilden teilweise die Grundlage für die Zukunft. Und weil das alles so viel Spaß gemacht hat, habe ich auch recht schnell beschlossen, meine Weiterbildung zu einem zentralen Thema für 2015 zu machen. Neben dem Leseziel habe ich auch eine Idee, wie ich mich recht fokussiert auf bestimmte Themenblöcke stürzen werde. Das Stichwort dabei ist meine 30×30-Challenge.

 

Zeit, das ewige Problem

Immer wieder ecke ich mit meinem Vorrat an Zeit an. Es ist besser geworden und der nächste Schritt soll mich zum „Gut“ führen. Daher habe ich erstmals für ein anstehendes Jahr so etwas wie einen Masterplan entwickelt. Der ist auch sehr einfach.

  • Leben stabil halten.
    Dieses Jahr war zu viel los, zu viele sehr kraftraubende Momente. Hier ist das Ziel, die Extreme schon früher erkennen und dem entsprechend gegensteuern. Oder anders, es erst gar nicht so weit kommen lassen.
  • Jeden Monat mindestens ein Buch lesen
    Wie ich eben schon sagte, meine persönliche Weiterbildung wird weiter ein zentrales Thema sein. Und daher habe ich schon vor einigen Wochen meine Leseziele für 2015 aufgestellt.
  • Jede Woche mindestens ein Beitrag
    Dieser Punkt ist ein Resultat aus der Schreibchallenge. Dort war es Ziel, 30 Tage lang täglich etwas zu schreiben. Gelernt habe ich dabei, dass Schreiben gar nicht so schlimm ist, wenn man es richtig angeht. Und daher will ich das Gelernte mit nach 2015 nehmen und eben schreiben.
  • Mehr Fotos machen
    Dieser Punkte ist schwierig. Auf der einen Seite habe ich gemerkt, dass ich viel zu wenig Fotos gemacht habe, auf der anderen Seite hat dies natürlich Gründe. Einer davon ist Zeit.
    Mein erdachtes Ziel war es, einfach jeden Tag ein Bild zu machen, was erstmal nicht schwer klingt. Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich mir etwas Ähnliches, Kleineres schon einmal vorgenommen hatte und nicht schaffte.
    Auch stelle ich den Nutzen etwas in Frage. Aktuell bin ich mir gar nicht mehr so sicher, wie sehr die Fotografie noch zu mir gehört.
  • Mehr Zeit mit Freunden und Familie
    Da es damit dieses Jahr schon besser geworden ist, ganz klar: 2015 geht es so weiter! Und da man mir den Tipp mit auf dem Weg gegeben hat, Freizeit mit als erstes zu planen, habe ich einige Lücken im Kalender geschlagen.
    Mein Bauch meldet gerade etwas Unwohlsein, wenn ich schreibe „ich plane Zeit für Freunde und Familie“ statt sie mir einfach zu nehmen.
    Und jetzt etwas Erklärung für mich selbst: Da ich dazu neige, mich sehr stark um die mir dringend erscheinenden Dinge zu kümmern verliere ich mitunter eben den Raum für Freizeit schnell aus den Augen oder besetze ihn mit „dringenden Dingen“. Und die geschaffenen Lücken sollen sicher stellen, dass eben immer Raum da ist, der allein für Freunde und Familie bleibt.
  • Tolle Projekte mit meinen Kunden auf die Beine stellen.
    Dazu gibt es wenig zu sagen. Zum Ende des Jahres hatte ich einige tolle Gespräche und daraus haben sich ein paar Ideen ergeben, die es 2015 umzusetzen gilt. :)
  • Und im Dezember wird nicht gearbeitet.
    Das gilt vor allem für mein kleines Gewerbe. Mir ist aufgefallen, dass die Vorweihnachtszeit die letzten Jahre ziemlich an mir vorbei gerauscht ist. 2015 will ich einfach rausfinden, ob das an der Arbeit oder an mir selbst liegt. Also bleiben die Abende im Dezember arbeitsfrei. – Na ja, meistens.
  • Vielleicht eine neue Wohnung
    Bedingt durch einige Veränderungen in diesem Jahr wird wohl eine neue Wohnung ab der zweiten Jahreshälfte fällig. Da ich gerade sehr viel Zeugs aus meinen Schränken räume, brauche ich natürlich auf lange Sicht auch weniger Platz. Denn ich habe vor, viel weniger Zeit mit Ordnung schaffen und halten zu verbringen. Und eine kleinere Wohnung bedeutet hoffentlich weniger Zeitaufwand. Positiv dabei, auch die Finanzen werden sich freuen.
  • Tolle 30×30-Challenges
    Aktuell habe ich sechs Themen, die ich angehen will, und eigentlich nur Zeit für fünf. Somit kann ich jetzt schon sagen, dass die Challenges mich noch bis in 2016 begleiten werden.
  • Tolle Dinge in der Freizeit tun
    Das ist einfach, ich werde das tun, was ich „immer“ tue:
    Konzerte, Festivals, MPS, Pen&Paper, ein paar Fotos, lesen, Freunde und Familie, … mal sehen, was mir noch so einfällt, denn da ist ja noch die Bucketlist ;)

 

Schreibtisch

Damit ich das alles über die anstehenden Tage in 2015 auch nicht vergesse, habe ich die Details dazu an die Wand geschrieben. Also nicht direkt an die Wand. Bei Ikea gibt es für 5 Euro Mini-Magnettafeln. Ein Nagel in die Wand und ab dafür. Und wenn das Jahr rum ist, habe ich hoffentlich eine leere Tafel vor der Nase.

 

Und zu guter letzt noch ein Zitat, welches mir Jess gezeigt hat, die immer so tolle Worte von Lilly Lindner findet.

Zeit kommt, Zeit geht.
Zeit kommt erneut.
So einfach.
Ist dieses Gefüge.

Das war mein 2014. – Auf in 2015!

 

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