Meine Warums

Welches Warum genau? Es gibt mehrere.

  • Als da ist zunächst das „Warum“, das Paul von mir wissen wollte. Also nicht er direkt, sondern sein Buch „52 Schreibübungen“. Da stellt er die Frage: Warum stehst Du jeden Morgen auf?

  • Dann gibt es das „Warum“, nachdem mich Stefan in 2015 fragte und das mir seitdem nicht aus dem Kopf geht: Warum machst Du das? Bzw. genauer: für wen machst Du das? – Es ging hier vor allem um meine Bemühungen im Bereiche Persönlichkeitsentwicklung und Entrepreneurship.

  • Es gibt auch ein „Warum“ ich mich 2009 dazu entschieden habe nebenberuflich selbstständig sein. Für einige Menschen wird es mehr Spaß und Entspannung bringen nach 8-9 Stunden Büro und Pendelei etwas anderes zu tun als am eigenen Business zu arbeiten.

  • Warum ich mich dazu entschieden habe kein Fernsehen mehr zu gucken. Und ich trotzdem gar nicht gerne lese.

  • Warum ich noch immer ohne Führerschein bin, obwohl mir doch selbiger und ein Auto viel mehr Freiheit bieten würden.

  • Warum ausgerechnet Kakao? – Warum nicht?

Du siehst, wir haben eine Menge zu besprechen!

Warum stehe ich jeden morgen auf?

Mit dieser Frage hat mich Paul in eine Schreibmeditation geschickt. So etwas kann Paul gut, mir Fragen stellen, über die ich erst einmal einen Moment nachdenken muss. Dafür muss er noch nicht einmal ein Buch schreiben. Falls Du Dich selbst davon überzeugen willst, dann stöber ein wenig durch seinen Blog: schreibenwirkt.de

Was schon mal sehr gut ist, ich werde nicht gezwungen aufzustehen. Jedenfalls bin ich noch keinen Morgen aufgewacht und mir wurde angedroht, dass mein Liegenbleiben Konsequenzen hätte. Du denkst nun vielleicht, na klar hat es Konsequenzen! Stimmt, die hätte es. Doch hat mir niemand damit gedroht.

Eine meiner erste Notizen in der Meditation war:

Ich möchte etwas bewirken, für mich und andere!

Vielleicht nicht im Großen, wo es jeder sieht und es Zeit braucht, bis es jemand wahrnimmt. Dafür gern im Kleinen, dort wo es sofort wirkt. Die helfende Hand. Der gute Rat. Die kleinen Dinge, die anderen manchmal die Welt bedeuten.

Ich mag es vormittags schon Dinge zu erledigen, etwas geschafft zu haben. Das bringt ein gutes Gefühl für den Rest des Tages.

Inzwischen mag ich es zu lernen. Neues Wissen für mich zu entdecken und schlussendlich auch zu nutzen. Dabei war ich seiner Zeit sehr froh als mein letzter Schultag vorbei war und ich alle Papiere hatte und wusste: Nie wieder Schule! Die Lehrer sagten, wir würden die Schule noch vermissen. Naja, nein. Die Ferien vielleicht. ;) Inzwischen hat sich mein Leben so weit gewandelt, dass ich meine Zeit ein gutes Stück selbst einteilen kann. Somit zählt das Argument mit den Ferien auch nur halb. Was bleibt: der Wunsch mehr zu wissen!

Stillstand ist kacke. Das geht bei so einfachen Dingen los wie auf den Bus zu warten, dann laufe ich lieber ein paar Meter mehr. Und noch mehr trifft es mich, wenn ich tagein tagaus das Gleiche tue. Das war seiner Zeit auch einer der Gründe, weshalb ich nicht in dem Beruf geblieben bin, in dem ich meine Ausbildung gemacht habe. Und im Bett liegen bleiben hat auch etwas von Stillstand. Liegen bleiben können hingegen, und es von Zeit zu Zeit auch bewusst zu tun, ist großartig!

Einen ganz pragmatischen Grund jeden Morgen aufzustehen, bieten mir Luna und Cleo. Zwei Terroristen auf Samtpfoten. Sie, Luna, klopft jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr an der Schlafzimmertür und meldet, sie hätte gerne Futter. Ich weiß nicht, wann sich das eingeschlichen hat. Dafür weiß ich, sie gewinnt dieses Spiel immer! Wirklich immer. Und so wie ich dann die Tür öffne, ist sie weg, und Cleo übernimmt und es setzt ein herzzerreißendes – okay, nerviges – Gejammer ein, mit der Botschaft: Hunger!

Und Paul, hättest Du gedacht, dass soviele Zeilen zusammen kommen? Ich nicht.

Warum und für wen machst Du das?

Diese Frage habe ich von Stefan bekommen, nachdem ich ihm 2015 einen kleinen Einblick gab, mit welchen Themen ich mich zu diesem Zeitpunkt beschäftigte. Stefan ist mein Chef in der Agentur und es war ein Mitarbeitergespräch. Und die Themen sind wenig überraschend damals wie heute: Persönlichkeitsentwicklung und Entrepreneurship.

Mein erster Impuls auf sein Warum war: Weil ich mich bessern werden möchte. – Und Stefan lässt ein dann auch so nicht von der Angel und fragt weiter. Besser als? Doch bevor ich dazu eine Antwort formulieren konnte, setzte er mit der Frage nach, für wen ich das denn tun würde. Was ich damals nicht wusste, dass mich diese Frage bis zum einschließlich heutigen Tag begleiten würde. Und sicher noch einige darüber hinaus.

Warum und für wen – Wie eben schon erwähnt bin ich ein Freund von (Weiter-)Entwicklung. Das war beim Lego so, die Kästen einmal aufzubauen war okay, doch am Ende mussten neue, eigene Kreationen her. Übrigens immer SiFi/Weltraum, heute eher Lego Technik. ;) Und dann wurde mir irgendwann das Buch “Die 4-Stunden-Woche” in die Hand gedrückt. Zu einem Zeitpunkt, wo Lesen für mich so interessant wie Fußpilz war. Ich habe es durchgezogen: Drei quälende Monate. Ein Jahr später entdeckte ich Audible! Die Erlösung. Okay, ich schweife ab.

Anfangs tat das Buch gar nichts mit mir. Dann folgte das nächste Buch: “Kopf schlägt Kapital”. Mein Gewerbe hatte ich zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre. Jedoch klassisch Freelancing, um die Kinokasse etwas aufzubessern. Ich bin natürlich auf beide Titel total angesprungen. 4 Stunden pro Woche und wenn ich meinen Kopf benutze schaffe ich das vielleicht sogar ohne großen Invest! Boah, das will ich! Also habe ich nach weiteren Büchern gesucht und ich habe sie gefunden. Und schon war ich mittendrin in meinen Themen. Doch was hat das mit Entwicklung zu tun, nun Alexander Hartmann fragt in seinem Buch so etwas wie: Was ist Dein Wasser? Wann bist Du in Deinem Element? Bei mir ist das einfach:

  • Aufbauen
  • Entwickeln
  • Freiheit
  • Abwechslung
  • Lösungen finden
  • Helfen

Ich habe irgendwann erkannt, dass ich das in dem Job so nicht erreichen werde. Frontend Entwickler, eCommerce-Projekte. Ein Webshop ist ein Webshop ist ein Webshop. Egal, wie viel Mühe ich reinstecke, meine tolle Leistung von heute ist der Standard von morgen. Fließband.

Nun, die Bücher versprachen mir eine Welt, in der mehr möglich ist als das Fließband. Erste Versuche das Wissen zu nutzen, brachten kleine Erfolge. Und seit dem will ich mehr. Mehr wissen. Mehr tun.

Für wen. Das ist spannend. Natürlich für mich! Soweit mein erster Impuls. Jedoch war es auch so, dass ich seinerzeit privat etwas Beziehungsstress erlebte. Nicht selten endeten die Wortgefechte damit, dass ich mich schlecht und unzureichend fühlte. Da kamen die Themen natürlich wie gerufen. Gut, das Gewinner-Mindest hilft dann erstmal allenfalls indirekt bis gar nicht. Und so habe ich auch vieles davon getan, um eben da „ein besserer Mensch“ zu werden. Um diese zuletzt schnell geschriebenen Worte zu erkennen, habe ich bestimmt 1 1/2 Jahre gebraucht.

Warum die Selbstständigkeit

Traue keinem Arbeitgeber! Diese Haltung ist irgendwann zwischen 2007 und 2009 entstanden. Eine Zeitlang habe ich bei einem großen Telekommunikationsanbieter gearbeitet. Und dort gelernt, dass man als Mensch eben auch einfach nur eine Ressource ist. Auch die Jobs danach waren wenig besser. Also habe etwas Geld gegen meine Gewerbeschein getauscht und arbeite seitdem als Webworker. Das ist so schön alles und nichts sagend.

Zu Beginn: Webdesign. Vom ersten Pixel in Photoshop bis zur letzten Zeile HTML & Co. alles selbst. Heute: WordPress-Wartung. War ein spannender Weg mit vielen interessanten Menschen!

Meine Haltung, traue keinem Arbeitgeber, hat Stefan ohne es zu wissen wieder gerade gerückt. Für ihn sind Arbeitnehmer sicher auch Arbeitskraft, doch in erster Linie Kollegen, manchmal Freunde und immer Menschen. 


Warum ich kein Fernsehn mehr gucke und ich Lesen trotzdem schrecklich finde?

Weil Werbung nervt! Da präsentieren Unternehmen, die mich nicht interessieren, Produkte, die ich nicht brauche, in einer Lautstärke, die Tote aufwecken kann.

Zudem mag ich meine Freiheit, gucken was ich will und wann ich will. Und so habe ich schon sehr früh begonnen, den Fernseher auslassen und DVDs zu nutzen. Schlimm war dann auch, als die DVD-Zone im Supermarkt so gelegen war, dass ich wirklich daran vorbei musste. So habe ich eine Zeit gut jede Woche eine neue Scheibe gekauft. Und heute, da weiß ich mit dem Kram nicht wohin, denn keiner will die Dinger mehr. Netflix & Co. lassen grüßen.

Das Trash TV hat die Lage nicht verbessert. Wann immer ich irgendwo die Gelegenheit hatte in so eine Flimmerkiste zu gucken, war das Programm eher mau. Gut, das war vielleicht nur Pech, denn es wird sicher auch gute Angebote geben.

Und trotzdem habe ich mir wieder einen Fernseher zugelegt. Denn inzwischen reden fast alle meine Geräte miteinander. So wird der Fernseher manchmal einfach zum großen Monitor. Oder Youtube wird zum Personal Trainer in fast allen Lebenslagen. Und schlussendlich Netflix und Co. Ich sag ja nicht, dass ich ein keine Filme oder Serien mehr gucke! ;)

Und du hast es vielleicht mitbekommen, ich lese recht regelmäßig Bücher. Jedes Buch ist einen Herausforderung. Je dicker, umso schlimmer. Dazu noch die schlechte Angewohnheit zu prüfen, wie viele Seiten das Buch denn hat und wie Schriftgröße und Co. sind. Richtig fies sind die Taschenbücher von Anthony Robbins. Trotzdem greife ich immer wieder zum nächsten Buch. Denn die Inhalte sind es mir Wert! Auch der Moment wenn ich mit einem Buch fertig bin und wieder jede Menge neuen Input zu verarbeiten habe.

Warum ich keinen Führerschein habe?

Also vorweg, mir ist bewusst, dass so ein Ding schon ungemein praktisch ist. Auch würden es im Freundeskreis einige begrüßen, dürfte ich endlich ans Steuer. (Einige mögen das Bier viel lieber als ich.)

Doch trotz all der Vorteile habe ich ihn nie gemacht. Vor wenigen Jahren hatte ich kurz den Impuls: Jetzt aber. Nun ja, kurz eben. Und auch so hatte ich im Leben erst wenige Situationen, in denen ich mir wünschte: Kofferraum auf, Kram rein und weiter. So zuletzt geschehen im Sommer 2014, ich habe mir ein paar neue „Regallautsprecher“ gekauft, online. Und wie es kommen musste, am Liefertag war ich nicht zu Hause. Also ab zur Post und das Paket abholen. – Oh! Das ist ja groß. Naja gut, viel Verpackungsmaterial. Nein, es ist auch schwer. – Ich kann das! Der Weg Wohnung/Post ist in entspannten 10 Minuten zu schaffen. Ich war den Tag dann etwas länger unterwegs. Es war unhandlich, es war schwer und es war warm. Sehr warm.

Ja und auch so habe ich meine Ressourcen Zeit und Geld eben lieber für andere Dinge eingesetzt als irgendwo Menschen dafür zu bezahlen unter Anleitung den Verkehrsfluss zu behindern. Sicher, es wäre irgendwann besser geworden. Das beweisen all jene, die mit dem Auto unterwegs sind. Manchmal viel besser und manchmal nicht.

Während andere begonnen ihr Taschengeld mit Nebenjobs aufzubessern für einen Führerschein oder Auto, saß ich vorm Computer und verliebte mich in die Welt aus 0en und 1en.

Während andere die Kosten für das Auto hatten, kaufte ich mir eine kleine Studioausrüstung zum Fotografieren. Die kam nur nie Richtig zum Einsatz und ist inzwischen wieder weg.

Während andere im Auto sitzen und sich stressen lassen, fahre ich mit den Öffis habe da auch meinen Stress, den ich jedoch mit Podcasts, Hörbüchern und Büchern super ausblenden kann.

Während andere einfach losfahren, warte ich noch auf den Bus…

Warum ausgerechnet Kakao?

Dominic und der Kakao. Eine Liebe die auf Deutschlands Bahnhöfen ihren Ursprung nahm. 2007 plus/minus einem Jahr war ich viel unterwegs. In der Spitze bis nach Österreich und das recht regelmäßig.

Kakao: Warm, schokoladig und süß fand ich damals schon super! Und ich hielt es für eine gute Möglichkeit den kleinen Hunger damit zu erschlagen. Auch wärmte er mir die Finger an kalten und windigen Tagen am Bahnhof.

Nur habe ich mir dabei auch recht regelmäßig die Zunge verbrannt. Die tollen Thermobecher an manchen Bahnhofsbuden sorgen nicht nur dafür, dass das Heißgetränk der Wahl heiß bleibt, sondern ich bemerkte nicht, wie heiß es wirklich war. So setzte ich genussvoll an, nur um dann zu fluchen. Die Folge: Verbrannte Zunge, mindestens eine gereizte Speiseröhre oder Flecken irgendwo Kopf abwärts.

Die Tatsache, dass ich irgendwann, ob sinnvoll oder nicht, Kakao kaufte, hat die Sache nicht verbessert. Spontane Gleiswechsel der Bahn, variable Ankunftszeiten oder schlichtes Gedränge am Bahnhof haben es nicht besser gemacht.

Und heute trinke ich weitaus weniger Kakao. Der Zucker und ich, wir sind gerade nicht die größten Freunde. Doch wenn ich dann Kakao bekomme, ganz sicher welchen, der richtig schokoladig ist!

Ach ja, die Sache mit dem Kaffee, den trinke ich erst seit Ende 2010 regelmäßig. Da war ich eine Zeit lang als Partyfotograf unterwegs. Und als ungeübter Kaffeetrinker hat der nächtliche Koffeinschub richtig gezündet. – Ich war jung und brauchte das Geld. :)

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