Tag 11 | 500 Worte | Musik

Tag 11 und ich folge einmal mehr nicht meinem geplanten Thema. Dafür ha-be ich mich gerade dazu entschieden, ein paar Worte zur Musik zu schreiben. Grund dafür ist ein bisschen Stefan mit seinen 10 Songs, Jess mit ihrem „soundtrack of a shadow life“ und die Postkarte „Mehr Musik“ vor mir an der Wand, die eben genau darum dort hängt, weil mehr Musik immer gut ist. Und irgendwie auch Michael, der alles spielt, was Töne hervorbringen kann, oder würde es gern.

Musik rettet

Es gibt Tage, da ist selbst eine kleine Stadt wie Paderborn schrecklich laut. Kleine Autos, die hupend ihre nörgelnden Fahrer von A nach B bringen. Große Autos, die ihre Fracht über die Straße schleppen und dabei laut ächzen. Und natürlich immer wieder Rettungswagen, die ihr Geheul ganz be-stimmt immer genau neben mir starten. Wach mit Hörsturz.

Menschen, überall Menschen. Nichts gegen andere Menschen, nur manchmal, da sind sie einfach zu viel. Denn sie sind laut, zu laut. Gekreische, Geschrei, Gelächter, Geschniefe, Gegröhle und Gejammer – Alles stürzt als eine Art Akkustikbrei auf mich ein.

An Tagen wie diesen ist Musik ein kleiner Weltenretter. Sie rettet mich und meine Welt. Vielleicht auch andere vor meiner nicht besonders guten Laune.

Und überhaupt, Bus fahren ohne Musik ist wie RTL gucken.
Selten sinnvoll. Vielleicht habe ich gerade DAS Argument gefunden, doch meinen Führerschein zu machen.

Musik vereint

Irgendwann habe ich beschlossen, zu Konzerten und Festivals zu gehen. Inzwischen weniger oft als vor ein paar Jahren, was ich übrigens wieder ändern will. Jedenfalls, anfangs waren es die Bands, die ausschlaggebend für den Konzertbesuch waren. Live-Musik ist eben etwas ganz anderes als Musik vom Medium Deiner Wahl. – Sie ist besser! – Sie ist aus dem gleichen Grund besser, warum man Komödien nie alleine guckt, sondern mit anderen Menschen. Und in dem Fall sind es andere Menschen, die zumindest die Musik mit Dir gemeinsam haben. Dadurch herrscht immer wieder eine einzigartige Atmosphäre.

Der Moment wenn

  • das Publikum leise „Nothing else Matters“ singt (Apocalyptica)
  • im ganzen Saal die Stimmung überkocht, während die ersten Noten angespielt werden (Volbeat)
  • man erst nach zwei Tagen wieder hört, weil man fast die ganze Zeit direkt vor der Bühne war (AC/DC)
  • alle einfach nur feiern, selbst die Band, denn es war das letzte Kon-zert der Tour (Die Happy)
  • Du die Augen schließt und sich alles richtig anfühlt (Foo Fighters)
  • man mit der Kamera vor den Boxen kniet und zwei wunderbare Dinge vereint

Es gibt noch so unglaublich mehr Momente, die einfach unvergesslich toll waren. Nur würde es den Rahmen sprengen, sie alle aufzulisten. Und statt darüber zu schreiben, sammele ich lieber noch ein paar mehr.

Meinen ursprünglichen Plan, hier eine eigene kleine Liste mit Songs zu schreiben, werde ich nicht umsetzen. Denn diese Liste wäre sehr vom „Jetzt“ und weniger von der Spanne meines Lebens geprägt. Daher ein paar Situati-onen und die dazugehörigen Songs, die mir einfallen:

Beim endlosen Spazieren im Ungoro Krater, frag nicht.

Mia – Sonne

In einer langen Nacht in Österreich

Böhse Onkelz – Auf gute Freunde

Das vollmundige Versprechen, dies bei Guitar Hero zu schaffen.

Dragon Force – Heroes Our Time

Und dabei schon an diesem zu scheitern, mit Spaß.

Lynyrd Skynryrd – Sweet Home Alabama

An der Ampel vom Zufallsgenerator überrascht.

The Clash – Should I Stay Or Should I Go

Gefällt, ende.

Avantasia – Scarecrow

Und manchmal gibt’s Momente, da macht man einfach aus.

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