Tag 16 | 500 Worte | Düsseldorf

Tag 16 | 500 Worte | Düsseldorf

Die beiden Tage in Düsseldorf waren super. Zunächst einmal sei gesagt, ich bin mit nur 15 Minuten Verspätung angekommen, was ganz gut ist. Danke, Deutsche Bahn. :)

Kaum da, ging es ziemlich direkt an den Frühstückstisch, der wie gewohnt reichlich gedeckt war. Natürlich mit meinem persönlichen Glas Nutella. Zunächst wurden allerseits von den Highlights der vergangenen Wochen und Monate berichtet, seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten. Und kurz drauf waren die Spiele eröffnet.

Hauswirtschaftsunterricht am Nachmittag

Für den Anfang hat uns Marc zurück in den Hauswirtschaftsunterricht geschickt. Das Spiel hat mich auf den ersten Blick nicht begeistert. Was ist an einem Spiel, bei dem man kochen soll, so gut? Das habe ich nahezu jeden Tag in echt.

Es kam anders. Das Spiel besticht dadurch, dass man sich wie der Klassenrüpel benehmen darf und fleissig am Herd der anderen spielt und nicht ganz so heimlich das Essen verwürzt, während man das eigene möglichst perfekt und unbeschadet zu Ende kocht und sich seinen Stern abholt.

Zwei Runden haben wir den Spaß ausgehalten, dabei war neben dem Schabernack die große Herausforderung, das Gewürz in die Pfannen zu bekommen. Ich ging jeweils als glücklicher erster Verlierer vom Herd.

Schreien – Schießen – Sterben

Nachdem wir uns nun schon mit Pfannen beschäftigt hatten, ging es direkt weiter zu meinem persönlichen Highlight vom Wochenende. Zombies jagen!
Im Grunde ist es genau so, wie man es von jedem Zombiefilm kennt. Man findet sich in einem Endzeit-Szenario wieder. Und dabei hat man so nützliche Dinge wie Pfannen, Äxte oder Brechstangen. Die etwas glücklicheren Überlebenden starten sogar mit eine Pistole.

Und was tut man? Genau, in den dunkelsten Ecken nach weiteren überlebenswichtigen Dingen suchen und hoffen, dass dort nicht noch ein Zombie lauert.

Das Spiel selbst ist hat einen knackigen Schwierigkeitsgrad, der die Spieler fortwährend fordert. Und anders als es das Setting vermuten lässt, kommt man hier nur mit Gruppenzusammenhalt, Strategie und Taktik weiter. Na gut, manchmal helfen auch Glück und das Überdehnen der Regeln.

Als die Uhr auf Kinozeit sprang, ging es ins Kino, Turtles. – Spart Euch das Geld. Auch die zwei Sekunden Megan Fox‘ Hintern groß im Bild reißen es nicht im Ansatz raus. Irgendwann ist er bei einer Videostream Plattform im Abo zu gucken, das reicht.

Das Beste am Film war nach dem Film das Eis auf dem Heimweg, während es für die anderen Bier gab. Und dabei hatte ich mich schon auf den Film gefreut.

Schnell noch mal sterben, dann schlafen

Wie viel Weißwein kommt ans Essen, wenn im Rezept 200ml steht?

a) 250

b) 300

c) noch mal ein kräftiger Schuß hinterher

Anscheinend gab es noch ein paar Nachwirkungen vom Morgen. Denn ob wohl unser Küchenchef idr. alles unter Kontrolle hat, hat er es mit dem Wein echt gut gemeint, und seine Küchehilfe auch.

Im Übrigen sind a, b und c richtig, in genau der Reihenfolge. Es war (trotzdem oder deshalb) verdammt lecker. Risotto, vegetarisch.

Frisch gestärkt waren wir bereit, an den Zombies Rache zu üben, denn sie haben uns ganz in Zombiemanier gefressen. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon verdammt müde. Denn mein Tag fing ja schon halb sieben an. Und ich ging davon aus, dass wir auch dieses Mal recht schnell zu Zombiefutter werden würden. Fehlanzeige. Ich habe zwar noch nie so oft „wir sind am Arsch“ und „wir werden alle sterben“ oder „wir sind sowas von tot“ gehört, aber wir haben überlebt. Und so haben wir uns bis 3 Uhr morgens durch ganze Armee von Zombies gemetzelt. Alice wäre stolz auf uns.

Sonntag

9 Uh und der innere Wecker klingelt. Dabei zeigt der Akku „dringend aufladen“. Die beiden reden irgendwie nicht besonders oft miteinander.

Wieder Frühstück, und wie immer sonntags, alles muss raus. Also wie die Zombies, das großes Fressen. ;) Na ja gut, etwas gesitteter.

Nach dem Frühstück hat Marc uns ins Transportbusiness gezerrt, genauer gesagt, wir haben Eisenbahnlinien gebaut. Das Spiel hat mich so gar nicht abgeholt, und so zog es sich auch etwas. Zug um Zug. – Oh, keine Absicht ;)

Jedenfalls ich war vierter von vier und freute mich auf die Zombies. Draufhauen, das kann ich. War meine Erscheinung doch die eines Zombies würdig.

Die Rückreise

Okay ich mach’s kurz:

Zug 1: verpasst, um 2 Minuten

Zug 2: überfüllt, Fußballspiele werden immer sehr spontan angesetzt

Zug 2: dann auch zu spät

Anschlussbus: verpasst, um 1-2 Minuten

Reisezeit von Tür zu Tür, geplant 3 bis 3,5 Stunden. Real waren es fast 6 Stunden. Und so hatte ich dann auch keine Lust mehr zu schreiben oder den anderen Tag online zu stellen.

Und eines habe ich am Wochenende gelernt: Als Zombie sucht man sich eine dunkle Ecke und wartet auf das, was kommen mag. So verkroch ich mich in die Dunkelheit meines Bettes. Und was kommen würde, nun, ein Weckerklingeln.

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