Tag 20 | 500 Worte | Ich schreibe

Tag 20 | 500 Worte | Ich schreibe

Schon Tag 20, unfassbar, wie die Zeit vergeht. Das Lustige ist, dass es mir inzwischen so gar keine Angst mehr macht, „eben“ noch die 500 Worte zu schreiben. Ein kleines bisschen liegt das auch daran, dass ich dafür ein „neues Spielzeug“ habe: Ulysses

Was ist Ulysses?

Was es nicht ist, ein Ersatz für Word & Co. Eher der Assistent, den Du schon immer wolltest, aber nicht wusstest, dass es ihn gibt, um Dir das Schreiben einfacher zu machen.

Ulysses trennt klar zwischen Schreiben und Formatieren, und darum schreibt man auch alles nur in Markdown. Die Finger verlassen die Tastatur nie, außer Du willst unbedingt Dich an der Nase kratzen. Für mich ein klares Plus. Vielleicht auch deshalb, da ich Programme gerne über ShortCuts steuere.

Spannend für mich war auch die Erfahrung, viel mit Markdown zu schreiben. Denn zuvor wusste ich, dass es Markdown gibt, nur genutzt habe ich es eher selten. Nun, zwei Wochen später, lege ich alle Texte in Ulysses an.

Zuvor habe ich die Texte direkt in WordPress geschrieben. Das war okay. Nur habe ich auch schon dort Plugins genutzt, die behauptet haben, mir das Schreiben zu erleichtern. – Eher nicht.

Word mag ich, weil ich es kenne. Aber da bin ich wirklich direkt versucht, auch zu formatieren. – Sterben in Schönheit.

Zwei Texte habe ich bei medium.com geschrieben. Das macht auch sehr viel Spaß, und würde ich sie dort veröffentlichen wollen, wäre ich nie zu Ulysses gekommen.

Und dann war da der Beitrag von der t3n. Schon viele Wochen zuvor haben sie ein anderes Programm vorgestellt, was ebenfalls sehr gut sein soll, um Zeitungsartikel zu kreieren. Ich habe sie mir alle angesehen, und bei Ulysses habe ich mich verliebt.

Ulysses ist ein schlanker MarkDown Editor, der mir hilft, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. – Den Text

Für mich ist Ulysses so toll, weil…

… es mir das Schreiben so leicht wie irgendmöglich macht. So schalte ich das Programm in den Vollbildmodus und blende alles aus, was ich nicht benötige, und das geht mit einfachen Shortcuts. In der Tat ist das Einzige, was ich noch sehe, eine schmale Leiste mit Markdown-„Anweisungen“, die ich inzwischen auch auswendig kann. Und somit habe ich nur noch einen dunklen oder hellen Monitor, je nach gewähltem Theme, auf dem dann bald der Text entsteht. Ganz wie ein leeres Papier.

Auch ist Ulysses sehr ordentlich. Es passt gut auf meine Texte und Textschnippsel auf. So sortiert es sie in einer Datei auf der Festplatte, die in sich alle meine Mappen und Blätter beinhaltet. Das mag ich sehr. Denn seit jeher schleppe ich ein Dokumente-Verzeichnis mit mir rum, in dem X Dateien und Versionen liegen.

Für meine 500-Worte-Challenge hat es auch ein kleines Spielzeug zur Hand und zeigt mir, wenn ich es eingestellt habe, mit einem dezenten Kreisdiagramm, wie viel ich schon geschaft habe. Und sobald die grüne Lampe angeht, habe ich mein „Soll“ erreicht, und alles, was ab da kommt, ist eine Zugabe. Inzwischen weiß ich auch ohne dieses kleine Hilfsmittel, dass meine Texte sich bei 600 Worten +/- 50 einpegeln.

Neben der Mindestwortanzahl gibt es auch ein circa und Maximum. Das darf neben den Worten auch auf Zeichen mit und ohne Leerschritte, Absätze, Seiten oder Zeilen angewendet werden. Somit lassen sich hiermit sicher auch gut Bücher schreiben.

Und ein Teamplayer ist es auch. So lassen sich die fertigen Texte an allerlei installierte Software übergeben. Etwas, worauf ich noch warte, ist die Anbindung an WordPress. Der Entwicklerblog sagt, es wird kommen, das Wann konnte mir auch der Support nicht beantworten. Nicht tragisch, würde aber das Leben 1% leichter machen.

Übergeben wird dabei weniger das Markdown als ein fertig formatiertes Dokument. Wem nicht gefällt, was daraus generiert wird, der kann die Übersetzungslogik ändern. Ich belasse es bei „Swiss Knif“. Habe jedoch auch nicht hinterfragt, was die anderen können. Warum ändern, was funktioniert.

Und die Liste der Programme, mit denen Ulysses zusammenarbeitet, ist lang. Neben Text kann als Ausgabe auch HTML oder XML gewählt werden. Wer ein ebook schreibt, wird sich hier sehr über das epub Format freuen. Ich gebe es Word, noch.

Aber alle Lobrede hilft nicht. Mich hat die Arbeit mit dem Editor überzeugt. Das „Handbuch“ ist mit Liebe zum Detail und selbst in Markdown geschrieben. Somit erklärt sich das Programm von allein und bietet vom ersten Moment die Möglichkeit zum Mitmachen. Geschmunzelt habe ich beim Lesen der ersten Zeilen und dachte „erwischt“.

Wer diese auch lesen will, testet das Programm am besten selbst, denn es gibt eine Demoversion mit vollen Funktionumfang mit limitierter Nutzungsdauer. Wie lange, kann ich nicht sagen, denn diese habe ich nicht voll ausgeschöpft. Ich war begeistert und es stellte sich so ein „haben will“ ein.

Es gab nur einen kurzen Moment des Zweifelns, als ich mir im AppStore die Bewertungen durchgelesen habe. Sehr viele sehr gut, und ein paar weniger mit einem „aber“.

Schlussendlich habe ich auf meinen Bauch gehört und gekauft. Denn ein paar Zweifler gibt es immer und die werden auch immer das Haar in der Suppe finden.

Ich habe Ulysses getestet, es hat Spaß gemacht und auch heute freue ich mich immer noch, das Programm zu nutzen, und erzähle gerne davon. Für meine Zwecke reicht es vollkommen und die kleine Extras machen es so toll.

Ein „Aber“ habe ich dann doch noch. Nur für Apple-User. Und für diese dann auch mit Kuschelfaktor, denn es gibt Apps, die direkt mit Ulysses reden und somit darf man auch unterwegs und vom Sofa aus seine Notizen aufs virtuelle Papier bringen.

Ulysses ist super!

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