Tag 24 | 500 Worte | Arbeit Arbeit

Vor ein paar Wochen habe ich ein Video gesehen in dem eine junge Frau erklärt warum sie selbstständig ist und was ihre Motivation dazu ist. Das hat mich daran erinnert dass ich ja auch noch ein Gewerbeschein habe und zu dem auch einen Job.

Ich habe ein bezahltes Hobby!

Das sage ich gern wenn man mich fragt was ich eigentlich mache oder wenn es irgendwie zum Thema Job kommt.

Und in der Tat, das was ich heute mache ist nicht das was ich gelernt habe oder lange Zeit glaubte machen zu wollen.

Denn gelernt habe ich zunächst Bürokaufmann. – Arbeitsberater… Tag ein Tag aus stets das gleiche. Sicher, es kommt auf die Firma an in der man dies tut. So habe ich noch vor Ende der Ausbildung gewusst damit werde ich nicht glücklich und habe mich mit einem guten Freund in die Selbstständigkeit gestürzt. Natürlich nebenberuflich, denn die Ausbildung musste fertig werden.

Damals glaubten wir mit dem Verkauf von Hardware und ein paar IT Dienstleistungen die Welt erobern zu können. Was auch ganz gut funktionierte. Es blieb eine kleine Welt und der Spaß dauerte auch nur wenige Jahre. Denoch waren es vermutlich die Jahre in denen ich das meiste gelernt habe was ich heute nutze.

Es folgten ein paar Jahre in denen ich mein unwesen in der IT trieb. Es waren auch die Jahre in denen es keinen Spaß mehr machte für Freunde und Bekannte „wieder mal“ den PC heile zu machen. Und ich habe gelernt eher nicht zu sagen wo mit ich mein Geld verdiene. In einer Zeit in der jeder Wohnung mindestens ein Computer steht haben auch genau so viele Menschen fragen zu diesen.

Und immer wieder zog es mich ins Internet

Irgendwann in der Informatik AG fing es mit ein wenig HTML an. Während der Ausbildung sollte ich dieses anderen beibringen und überhaupt auch um das Thema Website kümmern. Auch in der Zeit als Admin kam die Frage auf Homepages zu bauen. Irgendwann auch eine kleine Intranetlösung. – Aus heutiger Sicht ein mutiges Ding. – Spaß war immer dabei.

Zum HTML kamen noch weitere Technologien die es braucht um eine Website zur Website zu machen. Und irgendwann hatte ich meine zweiten Gewerbeschein in der Hand. Mit Gründerberatung, Konzept und allem was dazu gehört. Dieser Schritt ist mir damals gar nicht so leicht gefallen. Denn ich hatte ernste Bedenken erneut ein Hobby zum Beruf zumachen. Ich hatte Angst den Spaß daran zu verlieren. Doch manchmal hilft einem das Schicksal auf die Sprünge.

Es gab eine Kette ungünstiger Ereignisse an deren Ende ich ohne Job da stand. Dies führte dazu, dass mein Vertrauen in die Arbeitgeber dieser Welt verloren ging. Und somit war das „Ja!“ zum Gewerbe am Ende eine schnelle Entscheidung. So war ich wenigstens selbst schuld sollte es schief gehen.

Auf in die Achterbahn

Es folgte eine Zeit mit dem grenzenlosen Gefühl von Freiheit. Und an desen Ende sagte dann doch die realität Hallo. Denn etwas zu können, evtl. auch sehr gut zu können, heißt eben noch nicht dass einem die Arbeit zu fliegt. Und so war die eigentliche Arbeit Arbeit zu finden.

Es gab Aufträge von ehemaligen Arbeitgebern. Es gab Aufträge aus dem Internet. Es gab Aufträge von und über Freunde. Eine Zeit lang war es gut.

Dann kam der Punkt wo es schwieriger wurde, sehr viel schwieriger. Kurzum: Ich war wieder Arbeitnehmer, denoch der Gewerbeschein war da, immer. Mein Backup.

Eine Zeit lang war es eine Doppelbelastung, was okay war denn es hat mir Spaß gemacht. Die Sicherheit der Festanstellung und der Spaß an der Arbeit für die eigenen Projekte.

Dieses Prinzip verfolge ich auch heute noch. Einige Zeit habe ich die Festanstellung auf Teilzeitbais reduziert. Denn dieses Doppelbelastung war dann eben doch zu viel. Bzw. der Wunsch größer mein Gewerbe weiter wachsen zu lassen.

Ende 2011 ergab es sich dann, dass ein Zeitvertrag auslief und was noch viel wichtiger war, bei der Firma in der ich heute arbeite eine Stelle frei war.

Dazu sollte ich erwähnen, dass ich zuvor sechs oder sieben Jahre lang immer wieder einen Blick risikiert habe ob nicht ein Platz für mich frei ist.

Und heute mache ich im Job und Gewerbe eigentlich das Gleiche, nur die Summen auf den Rechnungen dürften sich deutlich unterscheiden. Okay, und Abends hock ich allein am Rechner wo ich Tagsüber mit dem besten Team der Welt zusammenarbeite. Heißt ich habe jede Menge Spaß, tolle Projekte, bau das Internet und helfe Menschen glücklich zu machen.

Und jetzt muss ich los einen Hund glücklich machen. Auf bald!

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