Tag 27 | 500 Worte | fast Weihnachten

Tag 27 | 500 Worte | fast Weihnachten

Der Einzelhandel ist nun schon seit einigen Monaten in Weihnachtsstimmung, und das so sehr dass ich neulich doch eine Packung Lebkuchen kaufte aus Angst ich würde sonst keine mehr bekommen. Denn obgleich alle die ich kenne sagen sie kaufen die Weihnachtsleckereien noch nicht, werden sie in den Regalen deutlich weniger. Und auch ich habe immer wieder einen schwachen Moment in dem ich etwas in den Einkaufswagen legen will. Bisher konnte ich meist wieder stehen. Zum Glück ist bald Dezember.

Allerdings will ich auch gar nicht über den viel zu frühen Verkaufsstart im Einzelhandel meckern, da könnte ich ja gleich über das Wetter schreiben. War es bei Euch heute auch so warm?

Nein. – Bis vor wenigen Tagen war Weihnachten für mich noch ganz weit weg. Und dann ging es los, im Büro war plötzlich die Planung der Weihnachtsfeier ein Theme. In meiner Pen & Paper Gruppe versuchen wir noch einen Termin im Dezember zu finden, was auch so einfach nicht ist, da sieben Personen eben auch sieben Termine für Weihnachtsfeiern bedeuten können. Wir haben Glück, fast. Denn die meisten haben ihre Weihnachtsfeier am gleichen Wochenende. So haben wir uns doch noch auf einen Termin einigen können. Leider fehlt einer, Weihnachtsfeier natürlich.

Und dann sind da noch die Weihnachtsmärkte. Ich hoffe ja sehr auf ganz viel Schnee, nicht nur weil ich das weiße Zeug so mag, sondern weil es für mich einfach zu einem guten Weihnachtsmarkt dazu gehört. Glühwein im „warmen“ ist falsch. – Mal davon ab dass ich den gar nicht so wirklich mag. Warmer Met, das ist ein Hit!

Und neben vier Wochen dauergestressten Menschen die Woche um Woche übellauniger werden da es eben Geschenke zu jagen gilt, werden auch die Züge immer voller werden. Denn wer geht schon in der eigenen Stadt auf den Weihnachtsmarkt. Somit wird die Bahn wie jeden Dezember wieder unbenutzbar im Nahverkehr. Pech für die die nicht in Gruppe und angetrunken durch die Winternächte fahren. Schade dass die Bahn gefühlt nicht darauf reagiert und einfach ein paar Extrazüge einsetzt. Wobei, mehr Arbeit mehr Streikpotenzial.

Geschenke jagen, da war noch was. – Ich selbst finde ja meist so gar nichts in den vier Wochen. Von Laden zu Laden rennen, in der Hoffnung „jetzt“ die eine Idee zu haben die man die elf Monate zuvor nicht hatte. – Nein, ich mag da lieber die Taktik Ende Januar fertig zu sein. Guter Plan, funktioniert nur nicht. Hab ja noch sooo viel Zeit bis Weihnachten.
Was jedoch funktioniert das ganze Jahr über mit offenen Augen durch die Welt zu ziehen und sich spontan für etwas begeistern was man dann zu Weihnachten verschenken kann, sofern man sich daran erinnert. Und wenn man dann hier und da noch die Ohren offen hält dann ist das mit dem Geschenk finden auch gar nicht so schwer.

Und dann ist da auch noch Weihnachten und die Familie. Film und Fernsehn zeigt uns immer wieder Geschichten voller Harmonie. Und nicht wenige nehmen dies als Messlatte für das eigene Weihnachtsfest und damit geht oft ein entsprechend hohes Stresslevel einher. Und wenn dann alle so im Stress sind, dann knallt es auch früher oder später. Schade eigentlich, heißt es doch auch: Das Fest der Liebe.

Die ersten Erinnerungen an Weihnachten die ich habe sind auch richtig toll. Viel Kerzenlicht das echte frei von Strom. Wärme im Raum die nur ein kleiner Raum mit einem Ofen hat den man noch mit Kohlen heizt und damit auch ein wenig der Geruch von selbigen. Tannenduft vom Weihnachtsbaum und so ein strenger alter Mann in rot für den man Gedichte oder ähnliches vortragen muss.
Weniger toll sind die Erinnerungen ein paar Jahre später. Die Bescherrung kam immer früher, schlussendlich nach dem Mittagessen. Natürlich im Sinne der Kinder alles andere sei „Kinderquälen“. Sorry Mum. Und desto älter ich wurde um so idealer wurden die Erinnerungen aus meiner frühen Kindheit. So habe ich mich immer öfter dafür ausgesprochen die Bescherrung wieder später stattfinden zu lassen.

Die Hoffnung schon fast aufgegeben dass Weihnachten mehr als nur ein Konsumfest für den Handel ist, war das erste Weihnachten mit Bellas Familie. Wärme von offenem Feuer im Kamin. Ein Weihnachtsbaum der eben erst am 24. geschmückt wurde. Was für mich immer noch sehr ungewohnt ist, denn Mum hat eine Zeitlang schon mit beginn der Adventszeit unseren Baum geschmückt. Danke Mum. Ein gemütliches Essen mit der ganzen gar nicht so kleinen Familie und dann irgendwann die Geschenke nach dem Essen. Klar der Weg zum Essen ist schon eine Ecke arbeit, gut für mich weniger als Gast, aber das war schon toll. Hat einige gerade gerückt. Danke Bella & Familie.

Und dann ist da noch Weihnachten mit Oma. Die Pyramide die sich Stundenlang im Kerzenschein dreht und so stets ein Schattenspiel an die Decke wirft. Die Wohnung zur gänze in Kerzenlicht getaucht. Das Radio was unermütlich Weihnachtslieder spielt, deutsch denn es ist ein Schlagersenden. Und ihr selbstgebackener Stollen. – Klingt langweilig oder? War es, und doch würd ich heute gern die ein oder andere Stunde genau so verbringen. Oma war die Beste!

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