Tag 31 | 500 Worte | OnTour …

Tag 31 | 500 Worte | OnTour …

Heute heißt es Nachsitzen. 500 und mehr Worte zu einem Thema nach dem Vorschlag von Jess. Das Thema ihrer Wahl: „Meine Lieblingsstadt“.

Gut bzw. nicht gut, denn:

Eine Lieblingsstadt habe ich nicht wirklich. Aktuell lebe ich in Paderborn, das ist okay und erfüllt seinen Zweck. Die Stadt ist gemütlich, mehr aber nicht. Ich sag gern: Ein großes Dorf.

Meinen Alltag kann ich hier ganz gut bestreiten und habe alles, was ich zum Leben brauche. Auch Freunde und ein bisschen Familie sind hier oder zumindest sehr nah dran. Der größere Teil der Verwandtschaft lebt in und um Leipzig, doch da ist der Kontakt eher dürftig.

Meine Bindung an Orte ist eher nicht vorhanden. Orte definiere ich über die Menschen, die dort leben, und rückblickend über das Erlebte, was mich mit diesem Ort verbindet. Und somit fällt es mir auch schwer zu sagen, ich will unbedingt einmal nach X reisen, um Y zu sehen. Oder auch eine Aussage zu treffen wie: Z ist mein Lieblingsstadt. – Und da war der Beitrag zu Ende, nicht!

Natürlich gibt es da Ausnahmen, Irland ist so eine. Zum einen sind es Bilder aus Filmen, die mir immer wieder zeigen, dass Irland eine wirklich sehr, sehr schöne Landschaft haben muss. Zum anderen mag ich gern eine Weile an die Klippen.

Auch Leipzig ist so eine Ausnahme. Es ist die Stadt, in der ich meine Kindheit verbrachte, und als solche wird Leipzig auch immer einen besonderen Platz in meinem persönlichen Städteranking haben.
Doch seit letztem Jahr ist mit dem Tod meiner Oma die letzte tragende Brücke eingestürzt.

Zuvor war es die Games Convention, die mich und ein paar Freunde stets für eine Woche nach Leipzig gezogen hat. Doch die wurde von Köln „geklaut“. Und somit eine Woche weniger Leipzig für mich und ein Besucher weniger für die Games Con in Köln.
Neben den dünnen Verbindungen durch die Verwandtschaft ist da noch das WGT, ein Festival der besonderen Art. Jedes Jahr liebäugel ich damit, nur einmal hat es bisher geklappt. Vielleicht ist das auch noch ein guter Punkt für meine BucketListe. Denn das WGT bietet neben der Musik auch noch jede Menge kulturelles Rahmenprogramm. Und das habe ich in jenem Jahr mehr genutzt als die Musik!

Köln mag ich übrigens nicht. Zu laut, zu groß, zu hektisch.

Anders sieht es mit der österreichischen Stadt Klagenfurt aus. Die habe ich in sehr guter Erinnerung. Was natürlich an der guten und irgendwie auch verrückten Zeit dort liegt. Wie ich es erklären soll, weiß ich nicht, es liegt einfach an den Menschen, die ich dort kenne. Oh, und das Essen, das war stets super.

Auch ist die Natur um Klagenfurt ist Weltklasse. Nicht umsonst fahren einige meiner Kollegen stets in diese Region und verbringen dort ihren Sommerurlaub mit Familie.

Aachen, eine Stadt, von der ich noch gar nicht so viel gesehen habe. Was ich jedoch gesehen habe, hat mir gut gefallen. Aachen vereint irgendwie die Größe und Möglichkeiten einer großen mit der Gelassenheit einer kleinen Stadt. So kam es mir jedenfalls bei den wenigen Besuchen dort vor. Natürlich muss auch der Schokoladenfaktor Lindt erwähnt werden. Der Vorhof zum Paradies, der Werksverkauf.

10 Stunden Berlin …

Es gab eine Zeit, da bin ich mit Michael oft und viel zu Konzerten gefahren. Die meisten in der Region und manchmal auch etwas weiter weg. Und so haben wir uns auch einmal auf den Weg nach Berlin gemacht. Soweit ich mich erinnere, war es Slash, der jenen Abend eine Lehrstunde im Gitarrenspiel gab.

Nach drei oder vier Stunden Fahrtzeit waren wir in Berlin, es ging rasch ins Hotel und von dort direkt zum Konzert. Nach dem Konzert wieder zurück ins Hotel, etwas schlafen und nach Hause, denn direkt am Abend sollte es zum nächsten Konzert gehen.

Und noch in der Nacht kam eine SMS von Michael, der im Nachbarzimmer recht schlaflos war, ob wir denn nicht schon nach Hause fahren könnten, sollte ich wach sein.

War ich, sein Glück. Denn hätte mich die SMS geweckt, wäre ich sehr wahrscheinlich grummelig gewesen. So sind wir dann mitten in der Nacht noch aufgebrochen. Am Ende waren wir nur 10 Stunden in Berlin. Von der Stadt habe ich sonst nicht sehr viel gesehen.

Natürlich habe ich noch einige Städte mehr besucht, nur haben diese keine Spuren hinterlassen, so dass sie eben nur Städte sind und hier keine weitere Erwähnung finden.

Neulich kam im Gespräch mit Bella ein ähnliches Thema auf, denn sie will sehr gern und so bald wie möglich noch einmal nach Amerika. Mich zieht es dort so gar nicht hin. Ist bestimmt nett, mal sagen zu können, ich war da, aber wozu?

Allenfalls würde ich mir New Orleans mal ansehen. Das aber auch mehr, weil es in einigen Büchern und Serien immer wieder Ort der Handlung ist und irgendwie das Leben der Protagonisten beeinflusst. Vielleicht entdecke ich ja, was die Autoren so dazu bewegt, diese Stadt immer wieder mit Vampirgeschichten zu verbinden. Aber wirklich müssen muss das nicht.

So, Jess, das war‘s zum Thema „Meine Lieblingsstadt“.

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