Tag 4 | 500 Worte | Sommerschlussaufräumen

Dieser Tage finde ich allerei Dinge, von denen ich mich trennen mag, denn ich will weniger Zeit darauf verwenden, Staub von Dingen zu wischen, die ich sowieso nicht nutze. Und die so gewonnene Zeit lebe ich einfach ein bisschen bewusster.
Work Life Balance ist eben mehr als nur weniger arbeiten. – Der nächste Umzug wird kommen, und ich werde lächeln.

Alles fing damit an, dass mir Bella oder Jan, ich weiß es nicht mehr so genau, davon erzählten, dass es einen oder mehrere Menschen gibt, die nur 100 Dinge besitzen. – Geht nicht! War zumindest mein erster Gedanke. Und dennoch hat mich dieses Konzept nicht los gelassen.

100 Dinge – Ich packe mein Koffer

Okay, Du bist skeptisch. Kann ich verstehen. Denn ich werde mich auch nicht auf 100 Dinge reduzieren, nicht einmal annähernd. Dafür werde ich schummeln, um es doch zu schaffen. Der Inhalt des Kleiderschranks wird einfach auf einen kleinen Wert zusammengefasst.

Kleidung = 1 oder ein paar Klassen Pullis, Shirt usw. = X

Nur eben nicht jedes Teil einzeln. Denn ich denke, allein der Kleiderschrank würde bei mir und den meisten anderen bereits die 100 sprengen.

Oder die Postkarten an der Wand. Jede eine kleine Botschaft und Erinnerung. Selbst gewählt oder geschenkt bekommen. Zack, wieder 20+ weg.

Nein, die 100 ist für mich so nicht zu schaffen. Was ich schaffen werde, ist, den ganzen Kram, den ich schon einige Jahre ohne besonderen Nutzen mit mir rumschleppe, los zu werden.

Da geb ich ein halbes Leben weg

Vieles hat einen sentimentalen Wert. Da sind zum Beispiel einige Comics, die ich früher gern gelesen und gesammelt habe. Fein säuberlich in Schutzhüllen archiviert. Sie haben inzwischen die vierte Wohnung gesehen, stets durch den schützenden Kunststoff. Die Kartons sehen schon ein wenig mitgenommen aus. Noch eine Wohnung werden sie nicht sehen. Einfach wird das nicht, denn von Zeit zu Zeit, wenn ich sie in die Hand halte und vom Staub befreie, nehme ich mir vor, sie mal wieder zu lesen. – Vergebens.
Vielleicht wird es ja wie beim Lego, dass ich es in zehn oder 20 Jahre bedauere. Dann ist das so. Evtl. finde ich auch einen Ort zum Einlagern, dann tu ich eben später, was zu tun ist – weggeben – lesen – wer weiß.

Ganz sicher gehen werden die DVDs. – Video on Demand à la Amazon Prime macht diese einfach überflüssig. Einzig der Einwand von Michael wird bewirken, dass ich ein paar behalte. Nämlich die, die eine Altersfreigabe haben, an die sich die Videoportale nicht trauen. Und da ich Prime-Kunde bin, stehen mir so oder so zahlreiche Filme und Serien zur Verfügung.

Bücher. Super Sache, leider lese ich die wenigsten mehrfach. Und wer schon mal ’ne Bücherkiste beim Umzug getragen hat, der ist froh um jedes Buch, das der Umziehende nicht besitzt. – Und ja, ich weiß in jede Kiste nur wenig Bücher und was Leichtes oben drauf. – Genau.
Bücher mit dem eReader lesen hat sich bei mir übrigens nicht so durchgesetzt. Dazu einen anderen Tag mehr.

Und dann sind da noch die tiefen, dunklen Kisten, in denen Erinnerungen liegen. Die haben bisher auch fast jeden „Anfall“ von Aufräumaktionismus überlebt. Mal sehen, wie es dieses Mal wird.

Und wo bleibt da der Spaß

Zum Beispiel in der Fotografie. Die ist bei mir zwar in den letzten Tagen, Wochen – ja okay, Jahren – zu kurz gekommen. Aber in der letzten Zeit habe ich wieder öfter ein paar Pixel gefangen. Vielleicht zeig ich Euch ja mal welche, drüben auf meiner Pixelseite. – „Werbung Ende“ :P

Ziel ist es einfach, meinen Fokus etwas mehr auf die Dinge zu verschieben, die Spaß bringen. Und im Detail ist der Plan der, weniger Dinge zu besitzen und somit weniger Zeit dafür aufzuwenden, diese in Ordnung zu halten. Ein netter Nebeneffekt, ich benötige weniger Platz, kann schneller umziehen (in 2 Tagen statt 2 Wochen), habe weniger Kosten (Miete und so) und kann diese Ressourcen dafür nutzen, durch die Welt zu kullern. Und wenn das kein Spaß macht, weiß ich’s auch nicht.

„Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“ – Timothy Ferriss

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